Ein wichtiges soziales Angebot

Der 1989 eingeführte Aktivpass kann von allen Menschen mit Hauptwohnsitz in Linz ab dem 18. Lebensjahr mit einem monatlichen Nettoeinkommen bis 1.195 Euro (2016) beansprucht werden. Aktuell verfügen rund 42.000 Linzer_innen über einen Aktivpass.

Der Aktivpass ermöglicht auch einkommensschwächere Linzer_innen durch den freien oder ermäßigten Eintritt in Bädern, Museen, Galerien, Theatern und sonstigen Einrichtungen aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.

Seit 2007 ermöglicht der Aktivpass ein Monatsticket der Linz Linien um 10 Euro zur Förderung des öffentlichen Verkehrs und hat damit auch eine ökologische Komponente.

Der Aktivpass ist niedrigschwellig, relativ unbürokratisch und unabhängig vom Haushaltseinkommen. 70 Prozent der AktivpassbesitzerInnen sind Frauen. Der Aktivpass gilt als ein zentraler Baustein der Linzer Sozialpolitik.

Seit Jahren ist die FPÖ bestrebt, den Aktivpass einzuschränken und erreichte bereits 2014 die Streichung für Studierende mit Nebenwohnsitz in Linz. Nun ist im rotblauen Koalitionspakt beabsichtigt, das Haushaltseinkommen als Grundlage für den Anspruch zu nehmen. Damit würden schlagartig viele tausend Bezieher_innen den Anspruch auf den Aktivpass verlieren.

Ein klares Bekenntnis …

Der Linzer Aktivpass gehört für viele LinzerInnen bereits zum Alltag und ermöglicht Leistungen, die sie sonst nicht so häufig, oder überhaupt nicht in Anspruch nehmen könnten. Ex-Sozialstadtrat Stefan Giegler (SPÖ), Pressedienst Magistrat 2.9.2015

… wird von rot-blau konterkariert:

Insbesondere der „Aktivpass“ soll als Individualleistung grundsätzlich beibehalten werden, ist jedoch in Hinblick auf eine Höchstgrenze beim Haushaltseinkommen dahingehend zu reformieren, dass er sozial treffsicher jenen zu Gute kommt, für die er gedacht ist. Arbeitsübereinkommen von SPÖ und FPÖ für die Gemeinderatsperiode 2015 – 2021, S. 4

Die KPÖ Linz hat daher die Frühjahrskampagne „Aktivpass: Bleib wie du bist!“ ins Leben gerufen, um die betroffenen AktivpassbesitzerInnen und die Linzer Öffentlichkeit zu informieren und damit einen wichtigen Beitrag zur Rettung des Aktivpass zu leisten.

  • Der Aktivpass ist niedrigschwellig und damit auch unbürokratisch, die Kosten für die Ausstellung am Bürgerservice sind gering.
  • Der Aktivpass schafft die Möglichkeit zur Teilhabe an günstiger, ökologischer Mobilität und ermöglicht Bildung und Freizeitangebote.
  • Der Aktivpass bringt zusätzliches Potenzial für die städtischen Verkehrsbetriebe, Kultur-, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen

Die Linzer KPÖ wird in Straßenaktionen, mit einer Unterschriftensammlung und einem Sozialmedia-Auftritt die Kampagne gestalten. Zur Unterstützung gibt es Postkarten, Aufkleber, Kleinplakate, Folder und Unterschriftenlisten. Zur Information wird die Website www.aktivpasslinz.at sowie die Facebook-Seite www.facebook.com/aktivpasslinz eingerichtet.

Jetzt für den Erhalt des Aktivpasses und gegen Verschlechterungen unterschreiben !